Antiobiotikalösungen und Pulversubstanzen
Zellkulturmedien bieten auch für Fremdkeime (Bakterien, Pilze) ideale Wachstumsbedingungen. In der Zellkultur sind Kontaminationen nur durch konsequente Steriltechnik zu beherrschen oder durch den vorbeugenden Einsatz von Antibiotika. Da viele Antibiotika jedoch in höherer Konzentration toxisch wirken, muss ihre Dosierung genau überwacht werden. Antibiotika besitzen bei 37 °C nur eine begrenzte Stabilität (ca. 3-5 Tage). Grundsätzlich sollte die Zellkultur von Zeit zu Zeit antibiotikafrei erfolgen, um die Sterilitätsbedingungen zu überprüfen und um Kreuzkontaminationen zu vermeiden.
Die speziellen Wirkmechanismen einzelner Antibiotika sind:
- Hemmung der Zellwandsynthese, Auflösen der Zellwand: Bacitracin, Vancomycin
- Störung der Permeabilität der Zellmembran: Amphotericin B, Partricin, Polymyxin, Nystatin
- Hemmung der Proteinsynthese: Tetracykline, Aminoglycoside (Gentamycin, Kanamycin, Streptomycin)
- Hemmung der Nukleinsäure-Synthese: Neomycin
- Hemmung der Zellwandsynthese: Penicillin
zum Download: Antibiotika der Biochrom AG und ihre Eigenschaften
zum Download: Mykoplasmenkontamination: Antibiotika und weitere Eliminierungsreagenzien
Link zu den Mykoplasmenreagenzien

